Dienstag, 18. September 2018

Endlich! Bald geht es wieder los.

    (Ankunft in Ushuaia- dem "Ende der Welt"- im Januar 2017)





Seit 1 1/2 Jahren sind wir nun von unserer letzten größeren Reise zurück.
Die fünf Monate in Südamerika haben uns gut getan, beeindruckt und inspiriert.
Das Leben ist - leider - nur kurz, und wir haben so vieles von dieser unserer schönen Welt noch nicht gesehen.
Wir wollen, nein müssen, einfach wissen, wie es dort, in dem Land aussieht und wie die Menschen dort so sind, wo wir bisher noch gar nie waren.
Und vielleicht müssen wir ja auch ein paar Orte erneut besuchen, wo es uns zuletzt besonders gut gefallen hatte, wo uns damals aber die Zeit fehlte diese interessanten Orte und Plätze en route intensiver zu erforschen.
Vor unserer ersten Südamerikareise hatten auch wir Ängste, Vorurteile und Beklemmungen. Man hört ja so viel...
Zum Glück verflüchtigten sich diese Ängste innerhalb weniger Tage. Später fühlten wir uns - natürlich mit einigen, wenigen Ausnahmen - sehr wohl und sicher in den von uns besuchten Ländern. Und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Sowohl was die Landschaften, als auch die Menschen, Sitten und Gebräuche anging.

Nach der Rückkehr hat sich seither vieles für uns verändert.
Wir haben ganz aufgehört als Kinderärztin (Isabel) und Tierarzt (Uwe) zu arbeiten.
"Crumbs", den besten Hund der Welt, mussten wir kurz nach seinem 14. Geburtstag einschläfern- und leiden auch jetzt, nach einigen verflossenen Monaten, noch immer.



Und wir verlassen auch unser mehr als 100 Jahre altes Haus mit dem großen, verwunschenen Garten und die tolle Nachbarschaft in Sankt Emmeram.
In diesem dörflichen Idyll in der Millionenmetropole München durften wir 15 Jahre lang wohnen.

...mit unseren Kühen. Ein früherer richtiger Landtierarzt braucht so etwas einfach.



 Und auch Isabel liebt die Landarbeit.

Für Mitte Oktober haben wir unser kleines Paradies aufgekündigt. Unsere nächste Wohnung  am Schliersee wird erst noch gebaut. Die Baugrube ist eben erst ausgehoben. Fertigstellung irgendwann Anfang 2020.
Und was machen wir bis dahin?
Wir sind erat einmal obdachlos.
Müssen im Zelt wohnen!
Zum Glück lieben wir das.

Unsere alten, treuen Räder haben mittlerweile etwa 85.000 km auf dem Buckel.
Bei den schweren Pisten und heftigen Transporten blieben Schäden nicht aus.
Zusammen mit der gesamten Belegschaft von "Velotraum" begutachteten wir noch einmal die treuen Gefährten. Um noch einmal einmal eine lange Tour mit zuverlässigen Bikes zu gewährleisten müssten wir einfach zu viel in die alten Räder reinstecken.
Wir entscheiden uns schließlich für neue Velotraum Räder. Es gibt sicher auch andere hervorragende Treckingräder, aber unsere Veloträume und die Belegschaft der Firma kennen wir jetzt schon seit vielen Jahren. Da baut sich ein Vertrauensverhältnis auf.
Auch die neuen Räder verfügen wieder über eine Rohloffschaltung (Nabenschaltung, 14 Gänge).
Die Firma Rohloff unterstützt uns jetzt bereits im 10. Jahr.
Aber wir hätten auch sonst für lange, schwere Reisen ganz sicher wieder auf diese Schaltungen bestanden.




Es ist in den wenigen verbliebenen Tagen noch viel zu tun.
Die Reise muss vorbereitet werden.
Das Haus sollte Anfang Oktober leer sein.
Ohne gute Freunde lässt sich so etwas nicht schaffen.
Dank an Euch alle.
Besonders an Andi, Karin, Michi, Olli, Philipp und Werner.
Was würden wir nur ohne Euch tun???


Montag, 6. März 2017

Back home! Eigentlich schade!




Eigentlich ist dies das Ende unserer Reise. Wir sind wehmütig.
Und wollen noch gar nicht heim.
Ein paar mehr Monate würden wir es schon noch aushalten...


Der letzte Teil des Weges vom Lago O`Higgins zum Lago Desierto wurde von den Argentiniern zu einem Abenteuerparcours ausgebaut mit vielen Schiebe-, Hebe-, Wasser- und Schlammpassagen.
Wir verpassten die geplante Fähre, froren in Wind, Schnee, Regen und Sturm.
Es war überhaupt kein Spaß mehr.
"Haben wir das nötig?", fragte ich Isabel.
"Es ist unser Urlaub und kein Survival Trip!"
 Und so planten wir vom nächsten Flugplatz- Calafate- nach Buenos Aires zu fliegen und Ushuaia am Ende der Welt liegen zu lassen.
Auf der Fähre sitzt eine Reihe vor uns ein nettes Pärchen. Eugenie und Jose.
Als das Wort Uruguay fiel wendeten sich beide um und luden uns zu sich nach hause ein.
Wir mögen sie doch bitte in Montevideo besuchen.













 

 Am nächsten Tag scheint die Sonne. Wir haben Rückenwind. Die Straße ist gut. Die Landschaft, die Berge wunderschön.
 Ushuaia, wir kommen doch und lassen Dich nicht alleine am Fin del Mundo.




 



Unsere neuen Freunde Eugenie und Jose besuchen wir trotzdem in Montevideo
Sie luden auch viele ihrer Freunde ein...
Es wurde ein sehr langes Fest mit ausnehmend netten und interessanten Menschen- alle halb so alt wie wir. Das fiel uns aber bald nicht mehr auf.







Ein toller Abschluss.


Die letzten beiden Tage der fünf Monate Südamerika verbrachten wir in Buenos Aires und versuchten dort u.a. ein paar Blicke in die Tango- Szene zu erhaschen.
Zwar selber engagierte Nichttänzer faszinierten uns die Musiker und Tänzer aber dann doch sehr- und die ganze Stadt Buenos Aires auch- selbst wenn wir das beschauliche kleinere Montevideo ( mit 1 1/2 Mio. Einwohnern ebenso groß wie unsere Heimatstadt München) vielleicht noch ein wenig mehr zu lieben lernten...












Ach ja, viel Regen in Buenos Aires in diesen Tagen.
Aber zur Abwechslung mal ein warmer Regen...










Bestes Wetter bei der Ankunft in München.
Es ist eine schöne Radlstrecke entlang der Isar nach hause.


Eine herzliche Begrüßung von den Nachbarn.


Doch auch wieder schön daheim.

Wir hatten fantastische fünf Monate in Südamerika.
Unsere erste Reise in diese Weltgegend.
Natürlich deutlich weniger Exotic als bei früheren Reisen, mitunter wussten wir nicht, ob wir nicht vielleicht gerade in der Eifel oder in Mecklenburg- Vorpommern sind...
Dann aber fanden wir uns wieder in atemberaubenden Landschaften, die es kein zweites Mal auf der Welt gibt.
 Entgegen den Bedenken von vielen Leuten blieben wir in Südamerika von Raub, Diebstahl und Entführungen verschont.
(Dafür wurde uns gleich nach wenigen Tagen in München am hellen Tag eine Lampe vom Rad abmontiert...)


Weitere Berichte und vielleicht sogar ein Film und / oder ein Buch  folgen gewiss.

Wir hoffen Ihr hattet Spaß.
Alles Gute
Isabel und Uwe


Freitag, 10. Februar 2017

Caneloni mit Sauce \ oder Cycling in Uruguay


Zugegeben, ganz blöder Titel für einen neuen Post...

Aber wenn man durch das Binnenland von Uruguay fährt, in Caneloni aufgewacht ist, dort zwar kein Hotel gefunden, aber freundliche Leute getroffenen hatte, die uns zwischen Weinstöcken und Feigenbäumen schlafen liessen,
danach hofften einen Kaffee im gar nicht so kleinen Ort Sauce zu bekommen, den es dort aber leider nicht gab,
dann auf dem langen Weg durch flache eintönige Landschaft  die Gedanken schweifen lassen kann, ja dann kommt man halt auf solch einen blöden   Titel.







Uruguay ist endlich mal ein kleines Land, nur halb so groß wie Deutschland, mit nur 4 Mio Einwohnern, davon die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo und Umgebung.
Die Nachbarn (Brasilien und Argentinien) spotten:
Ein Land mit einer Stadt und ein paar Bauernhöfen drumherum...
Sehr nette Menschen.
Sehr sicher.
Und immer wieder fragen wir uns zwischendurch, wo wir eigentlich grade sind. Südfrankreich, Mecklenburg- Vorpommern, Sylt?
Auf Südamerika kommt man nicht so schnell.








Eigentlich reicht ein Foto für das Binnenland von Uruguay...
Vor dieser Reise wusste ich nicht so genau, wo dieses Uruguay denn liegt.
Nur dass Uruguay  vor meiner Geburt schon 2 mal Fußballweltmeister war.
Wir hatten auch gar nicht die Absicht dorthin zu fahren.
In den eisigen Nächten, im Gegenwind und bei Dauerregen wurde es aber in unseren Träumen unser gelobtes Land.
Weite Strände, warm, ruhig und nette Autofahrer.
Was will der gemeine Radler mehr?





Eigentlich ist in Uruguay wild campen verboten.
Nur interessiert das niemanden.
Die Polizisten kennen meist die schönsten Plätze.
Hier- wie fast jeden Abend- der schönste Platz der Welt.




Punta del Este ist der Treffpunkt der Schönsten und Reichsten.
Die Preise auch dementsprechend.








Die hunderte von Kilometer langen Traumstraende liegen am Rio de la Plata, dem größten Flussdelta der Welt und am Atlantik.
Kaum zu unterscheiden. Auch über den Silber Fluss schaut man nicht rueber.
Der Rio de la Plata ist trüber, hat weniger Salz... und Wellen.

K