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Mittwoch, 6. Februar 2019

Kolumbien III : Frieren am Äquator







Wir sind auf dem nullten Breitengrad in Ipiales, der kolumbianischen Stadt an der Grenze zu Ecuador.
Der Äquator ist nur noch einen Steinwurf entfernt.
Und wir frieren gar schrecklich!
Haben ein nettes Appartement mit Küche, Waschmaschine, Kühlschrank, Mikrowelle.....
Nur keine Heizung. Und hier oben auf 3.000 Meter Höhe ist es momentan 6 - 12° kühl
Die moderne Unterkunft ist fast 100 qm gross und kostet gerade einmal 20 Euro...
Da leisten wir uns doch einen günstigen Heizlüfter.
Dachten wir. Zumal wir drei Tage bleiben.
Wäsche waschen, Räder pflegen, uns pflegen, und es sind auch Dinge daheim zu erledigen, für die man ein vernünftiges Internet braucht.
Ipiales verfügt über viele Geschäfte, da ein reger Grenzverkehr zu Ecuador besteht.  Nur Heizlüfter gibt's nicht am Äquator.
So laufen wir mit dicken Jacken durch die Stadt und auch in unserer Bleibe, wie es die Einheimischen auch machen.
Aber es macht trotzdem Spaß ein richtiges Zuhause zu haben, auszuruhen  und die Lieblingsgerichte zu kochen.
Es gibt die tollsten Früchte. Nicht nur Ananas, Papaya, .Mango und Maracuja, nein auch Äpfel, Birnen,  Trauben, Erdbeeren und Kirschen. Und alles sehr günstig.
Auch die Bäckereien hier haben es uns angetan.






Aber es gibt hier auch Olivenöl, Balsámico und Pasta. Und chilenischen Wein.
Ach, und auch Dinge, die uns an die Heimat erinnern.



Wir genießen die Zeit hier - trotz Kälte.
Ist ja auch mal eine Abwechslung. Haben wir zuletzt doch viel unter der Hitze gelitten, wenn wir in Tiefen unter 1.500m radelten und viel schwitzten.

Die Zentralanden sind eine phantastische Landschaft. Aber wie schon zuvor beschrieben anstrengend zu erfahren. Auf den  330 Kilometern von Popayán bis hierher kamen 10.000 Höhenmeter zusammen.







Mitunter ängstigen uns die vielen riesigen und fürchterlich lauten amerikanischen Trucks. Im Allgemeinen haben die Kolumbianer aber einen sehr angenehmen Fahrstil. Wir erlebten keinerlei Agressionen im Strassenverkehr. Und auch die vielen und gut gepflegten Hunde verhielten sich durchweg friedlich.








Es gab einige richtig schöne Orte, wie z.B. Popayán.








Popayán nennt sich die weiße Stadt.
Eine richtig nette Universitätsstadt.
Sogar mit vielen Radwegen.





Nur an die Verkehrszeichen mussten wir uns erst gewöhnen.



Das erste Schild zeigt, wer hier fahren darf.
Die beiden anderen,wer nicht.

Und heftig geregnet hat es auch hin und wieder.



Wir hatten oft wunderschöne Unterkünfte zu mehr als günstigen Preisen.








Es gab aber auch andere Unterkünfte.





Mit einer durchaus reicher Tierwelt. Besonders Insekten.

In solch einer Unterkunft bauten wir unser Zelt auf dem Bett  auf.


Eigentlich hatten wir eine andere Strecke geplant.
Wir beabsichtigen den Vulkan Purace zu besteigen und die beiden Weltkulturerbe - Stätten Tierradentro und San Miguel zu besuchen.
Doch die Sicherheitslage nach einem schweren Bombenanschlag in Bogota ließ dies nicht zu.
Es wäre uns nur in einer geführten Tour erlaubt worden und nicht als Radtour.
Und Vulkane dürfen zur Zeit gar nicht bestiegen werden, da die Erde mehrmals leicht gebebt hatte und mit Vulkanausbrüchen gerechnet werden muss.

So bleibt uns jetzt mehr Zeit für Ecuador.
Im Moment steht uns der Sinn nach Bergtouren und Wanderungen.
Die Räder werden aber sicher nicht arbeitslos.




Kolumbien, ein wunderbares Land.
Und schön, dass es auch die Kolumbianer wissen, dass sie im schönsten Land der Welt wohnen...




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