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Dienstag, 28. Mai 2019

Neuseeland: Die Südinsel


Ja, wir sind jetzt auf der Südinsel Neuseelands.
Und es dauert alles etwas länger als gedacht, geplant und erwartet.
Stören tut uns das allerdings selten. Wir haben die Zeit.





Angekommen sind wir mit der Fähre von Wellington in Picton, ganz im Norden der Südinsel.
Wir fahren nicht den doch noch vielbefahrenen Highway 1, sondern ein kleines Strässchen. Viele Kilometer und Höhenmeter.
Wenig Verkehr.








Die Südinsel ist etwa ein Drittel größer als die Nordinsel, hat aber nur ein Viertel der Bevölkerung Neuseelands.
Jeder riet uns hauptsächlich die Südinsel zu bereisen. Angenehmerer Verkehr, spektakulärere Landschaften, ruhige, freundliche Bewohner mit viel Zeit für kleine Gespräche.

Die Leute haben Recht. Wir fühlen uns hier gut aufgehoben.









In Neuseeland wird viel Wein produziert.
Immerhin 1,2% der Weltproduktion.
Die Weinproben sind interessant und meist umsonst.
Die Preise der neuseeländischen Weine hier sind allerdings in etwa doppelt so hoch  wie in Deutschland.
Es gibt in Neuseeland  sehrhohe Steuern auf Alkoholika.




Das sind die gefürchteten Logging Trucks.
Die Holzlaster, die grundsätzlich mit Höchstgeschwindigkeit fahren und anscheinend über keine Bremssysteme verfügen.
Wenn es nur eine Straße gibt, dort aber viele dieser Holzlaster, raten uns die Einheimischen zum Bus.
Wir nehmen den Rat gerne an.
Bisher nahmen uns auch wirklich alle Busfahrer mit deren Bus die Möglichkeit hatte unsere Räder und das Gepäck zu verstauen.






Im Ort Kaikoura erkunden wir die hier ungewöhnlich reiche  Flora und Fauna. Robben, Seelöwen, Kormorane, Albatrosse etc.






























Dies ist das Land der Maori, die Neuseeland schon fast 1.000 Jahre vor den Siedlern erreichten.
Sie zeigen uns hier in Kaikoura  ihr Land und ihre Tiere.












Nirgendwo kann man Pottwale, die größten Raubtiere der Welt, besser beobachten.
Mit Garantie!
Sieht man keine Wale, so bekommt man 80% des Preises für die Tour zurück.







Lange müssen wir warten.



Dann wenigstens Delfine direkt am Boot.





Per Hygrophon werden die ziemlich Standort-treuen männlichen
Pottwale geortet. Sie tauchen etwa 40 Minuten lang bis zu einer Tiefe von 3.000 Meter. Sie leben u. a. von Haien und Riesenkalamaren.
Säugetiere, also etwa Robben und Delfine stehen dagegen nicht auf ihrem Speiseplan. Im Gegenteil. Häufig sah man wie sie diese vor Angriffen von Haien und Orkas verteidigten.



Endlich, als wir schon nicht mehr damit rechneten, bekommen doch noch unseren Pottwal zu sehen, nur 50 Meter neben unserem Boot, das ihn in keinster Weise stört. Erw umspielt von einer Gruppe Delfine, die ihn anscheinend sehnsüchtig erwartet hatte.
Die Gäste sind glücklich.
Die Schiffsbesatzung auch. Man muss nichts zurückzahlen.








Die Fahrt hat eine Stunde länger gedauert als gebucht und bezahlt.
Eigentlich sehr schön.
Aber wir wollen noch ein Stück weit rausfahren.
Es bleiben nur noch drei Stunden. Kurz nach fünf geht die Sonne bereits unter.
Das sind unsere Sorgen jetzt hier im Spätherbst.
Ansonsten schwelgen wir im  bestem Herbstwetter.

Jeden Tag, Sonne und strahlend blauer Himmel.
Wir sind jetzt bereits seit einem Monat unterwegs in Neuseeland und brauchten bislang keine Regenbekleidung.








Wir fragen an einer Farm, ob wir wohl unser Zelt irgendwo aufstellen dürfen. 
"Aber sicher doch", lautet die Antwort vom Besitzer Scott.
Auf jedem Flecken seiner 500 Hektar großen Farm können und dürfen wir unser Zelt aufstellen. Er gibt auch gerne Tipps, wo wir die schönsten Ausblicke finden.
Immerhin 5 Quadratkilometer misst seine Farm.
Da finden wir schon was...









Am nächsten Morgen holt uns Scott am Zelt ab.
Er zeigt uns seine Farm.
Er versorgt an die tausend Rinder und 500 Schafe.
Wir haben viel zu reden.
Wir beide haben so viele Fragen an Scott.
Nicht nur zur Farm, den Tieren, dem Leben auf dem Lande.
Scott nimmt sich sehr viel Zeit und beantwortet uns geduldig und bedächtig alle Fragen.
Vielleicht besucht er uns einmal in Deutschland.
Wenn wir denn irgendwann Mal wieder dort ankommen.








Diese Bewässerungsanlagen kannten wir noch gar nicht.
Hier sieht man sie allenthalben.
Solch eine Berieselungsanlage zieht sich  mitunter schon eimal  einen ganzen Kilometer weit.






Immer wieder versichert man uns, dass wir Glückspilze seien. Solch einen sonnigen, warmen und regenarmen Herbst gab es noch nie...
Aber die Nächte sind kalt.
Immer wieder bevorzugen wir am Abend doch ein Motel.
Da muss man dann auch nicht bereits um acht Uhr abends schlafen und bleibt per Internet mit dem Rest der Welt verbunden.
Irgendetwas müssen wir jetzt bald ändern.
Es bleibt aber noch so viel was wir sehen möchten von und in Neuseeland.







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